Tanja schwärmt schon seit Wochen von einem Schauspieler und hofft immer, dass er wieder in seine Stamm-Kneipe kommt. Sie ist ebenfalls oft mit ihrer Freundin dort und versucht, vorsichtig Augenkontakt aufzunehmen. Allerdings hat sie das Gefühl, dass er mit ihr spielt, weil er sie an einem Tag freundlich anlächelt und am nächsten tut, als ob sie nicht existiert. Tanjas Freundin sagt, dass sie einfach Mut fassen und ihn ansprechen soll …

Viele machen sich ständig Gedanken darüber, wie sie auf anderen wirken, und beschäftigen sich weniger oder gar nicht mit der Frage, weswegen jemand interessant oder sympathisch sein könnte.

Durch selbstzentriertes Denken („Gefalle ich ihm?“ oder „Bin ich interessant genug?“) sinkt außerdem die Konzentration und man wirkt weniger authentisch.

Es geht also um den Fokus: Ist er auf mich selbst gerichtet oder auf den anderen? Im Idealfall ist er auf den anderen ausgerichtet.

Außerdem sollte man wissen, welches Ziel man verfolgt. Geht es einem um eine Affäre, um eine Beziehung oder nur um ein freundschaftliches Kennenlernen.

Schließlich kommt es darauf an, sich mutig zu zeigen, und nicht zu lange zu überlegen.

Welches sind die typischen Probleme?

Einige empfinden es als problematisch, sich einem emotionalen Risiko auszusetzen. In der virtuellen Welt trauen trauen sie sich mehr, in der realen Welt weniger.

Woran liegt das?

Manchmal fehlt es an gewissen Fertigkeiten. Flirten muss man üben. Wer man in den Augen des anderen ist, erfährt man ja nur im realen Umgang mit dem anderen. Es geht also um das Selbstbild und das Fremdbild.

Fällt ein Flirtversuch einmal weniger erfolgreich aus, kommt es darauf an, zielführend mit diese Erfahrung umzugehen. Das heißt, dass man aus dieser Situation lernen und sie als Entwicklungsmöglichkeit betrachten muss.

Weniger sinnvoll ist es, sich zu fragen, was mit einem nicht stimmt, welche einem Kompetenzen womöglich fehlen.

Auf welche Fertigkeiten kommt es genau an?

1) Die Aufmersamkeit auf sich ziehen

Das erreicht man zum Beispiel, indem man sich lebhaft mit jemandem unterhält. Bewegungen und vor allem Lächeln wirken attraktiv auf andere.

2) Auf Gestik und Mimik achten

Eine offene Körperhaltung spricht für Interesse, eine geschlossene Körperhaltung für Ablehnung oder Desinteresse. Ein echtes Lächeln, wenn die Augen mitlächeln, hat eine sehr positive Wirkung.Auch wenn die Mimik mit mehr als 50% dafür verantwortlich ist, wie wir jemanden einschätzen, sollte man die Beobachtung von der Interpretation trennen. Nur aufgrund der Mimik des anderen sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen, denn es kommt auf das Zusammenspiel von Körpersprache, Mimik und Gestik an.

Wie dieses Zusammenspiel zu verstehen ist, kann von einem Flirtcoach gelernt werden.

3) Den Mut haben, die gewünschte Person anzusprechen

Es ist nicht immer einfach, jemanden anzusprechen, aber Mut wird oft belohnt. Wenn das Ziel erst mal nur ein schönes Gespräch mit einer interessanten Person ist, kann man eigentlich wenig verlieren.

3) Aktiv zuhören

Wenn ein solches Gespräch zustande kommt, gilt es festzustellen, ob der andere tatsächlich den Erwartungen entspricht. Um das herauszufinden, sollte man sich nicht zu sehr auf sich selbst konzentrieren, sondern den Fokus auf den anderen richten. Nur so kann man aktiv zuhören.

Aktives  Zuhören bedeutet Aktives  Zuhören in der Absicht, den anderen wirklich zu verstehen – zu verstehen, wofür er sich begeistert oder was ihn antreibt.

4) Offene Fragen stellen

Eine andere Fertigkeit ist es, die  richtigen Fragen  zu stellen. Nur so kann man Schnittmengen  finden, die die Voraussetzung für ein gutes Gespräch sind. Eine geschlossene Frage wie: „Bist du zum ersten Mal hier?“ kann das vorzeitige Ende des Gesprächs bedeuten. Eine offene Frage dagegen wie: „Wie findest du diesen Workshop?“klingt schon besser, und noch besser ist eine öffnende Frage wie: „Was hat dich genau hierher geführt?“ Sie zielt sofort auf den Interessen des Gegenübers, ist einen natürlichen Aufhänger und erhöht dadurch die Chancen auf ein Gespräch.

5) Die richtigen Gesprächsthemen wählen

Ist ein Gespräch zustande gekommen, dann ist es sinnvoll, keine unbegründeten Vorurteile oder ungerechtfertigten Beschwerden zu äußern, kurzum alles Negative so weit wie möglich zu vermeiden.

6) Ehrlich und authentisch auftreten

Natürlich ist jeder darauf aus, sich im Flirtgespräch gut zu verkaufen. Es ist aber auch wichtig, nicht all zu selbstbewusst oder vielleicht sogar überheblich zu wirken. Man darf sich durchaus auch von seiner humorvollen oder verletzlichen Seite zeigen. Das macht sympathisch und weckt Vertrauen.

Gibt es auch Dinge, die man nicht lernen kann?

Ein herzliches und offenes Lächeln.

Übungen mit dem Flirtcoach

Stärken- und Schwächen-Analyse

Voraussetzungen beim erfolgreichen Flirten sind eine selbstsichere Ausstrahlung und mutiges Auftreten. Das kann Schritt für Schritt geübt werden z.B. mittels einer Stärken- und Schwächen-Analyse → Stärken identifizieren, einsetzten, Schwächen umgestalten (reframen)

Zusammenspiel von Körpersprache, Mimik und Gestik

Hilfreich sind auch Einblicke in die Körpersprache, Mimik und Gestik. Dabei handelt es sich um Fertigkeiten, die zuerst einzeln angelernt werden können. Zusammen mit dem Flirtcoach entwickelt man nach einigen Sessions den Blick fürs Ganze.

Das zielführende Gespräch

Das Gespräch entscheidet darüber ob es zu einem (zweiten) Date kommt. Auch hierfür gibt es viele praktische Tools, die erlernbar sind und zum Erfolg führen.

Übergreifende Themen können gegebenenfalls im lifecoaching behandelt werden.